<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	xmlns:georss="http://www.georss.org/georss" xmlns:geo="http://www.w3.org/2003/01/geo/wgs84_pos#" xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/"
	>

<channel>
	<title>Der Fremdkörper</title>
	<atom:link href="http://cornicious.wordpress.com/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://cornicious.wordpress.com</link>
	<description>...zur Welt und ihren Eigenheiten</description>
	<lastBuildDate>Mon, 01 Feb 2010 09:18:59 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.com/</generator>
<cloud domain='cornicious.wordpress.com' port='80' path='/?rsscloud=notify' registerProcedure='' protocol='http-post' />
<image>
		<url>http://0.gravatar.com/blavatar/4325b3fc2ad082a71512a4dc6ea60526?s=96&#038;d=http%3A%2F%2Fs2.wp.com%2Fi%2Fbuttonw-com.png</url>
		<title>Der Fremdkörper</title>
		<link>http://cornicious.wordpress.com</link>
	</image>
	<atom:link rel="search" type="application/opensearchdescription+xml" href="http://cornicious.wordpress.com/osd.xml" title="Der Fremdkörper" />
	<atom:link rel='hub' href='http://cornicious.wordpress.com/?pushpress=hub'/>
		<item>
		<title>Online-Reakteur &#8211; der Beruf! So interessant wie das Leben</title>
		<link>http://cornicious.wordpress.com/2010/02/01/online-reakteur-der-beruf-so-interessant-wie-das-leben/</link>
		<comments>http://cornicious.wordpress.com/2010/02/01/online-reakteur-der-beruf-so-interessant-wie-das-leben/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 01 Feb 2010 09:11:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>cornicious</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://cornicious.wordpress.com/?p=210</guid>
		<description><![CDATA[Nachdem mein gegenwärtiger Arbeitgeber &#8211; eine aufstrebende Karlsruher Online-Tageszeitung &#8211; mich gebeten hat, anlässlich seines zehnjährigen Bestehens einen &#8222;Augenzeugenberich&#8220; über die alltägliche Arbeit als Online-Redakteur zu verfassen, bin ich dieser Bitte nun nachgekommen. Obwohl diese über alle Maßen anspruchsvolle Tätigkeit kaum in wenigen Worten beschrieben werden kann, wurde mir mit klarer Stimme signalisiert, dass mein [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=cornicious.wordpress.com&amp;blog=6520033&amp;post=210&amp;subd=cornicious&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-caption alignleft" style="width: 400px"><img class="  " title="ka-news" src="http://www.merkur-akademie.de/index.php?rex_resize=390w__ka-news_redaktion_2009.jpg" alt="Quelle: ka-news" width="390" height="292" /><p class="wp-caption-text">Quelle: ka-news.de</p></div>
<p>Nachdem mein gegenwärtiger Arbeitgeber &#8211; eine aufstrebende Karlsruher Online-Tageszeitung &#8211; mich gebeten hat, anlässlich seines zehnjährigen Bestehens einen &#8222;Augenzeugenberich&#8220; über die alltägliche Arbeit als Online-Redakteur zu verfassen, bin ich dieser Bitte nun nachgekommen. Obwohl diese über alle Maßen anspruchsvolle Tätigkeit kaum in wenigen Worten beschrieben werden kann, wurde mir mit klarer Stimme signalisiert, dass mein Text die Menge der maximal zulässigen Wörter deutlich überschreitet. In der Reaktion musste ich meine Schilderung bis zur Unkenntlichkeit zusammenkürzen, damit der durchschnittliche Online-Leser nicht über seiner Tastatur einnickt.</p>
<p>Um allen Interessierten doch noch einen unverfälschten Eindruck geben zu können, wie ich &#8211; und wahrcheinlich ganz viele andere Online-Redakteure auch &#8211; einen durchschnittlichen Arbeitstag verbringe, kann der ungekürzte Text hier und jetzt, live und in Farbe nachgelesen werden.</p>
<p>Viel Spaß beim <a href="/2010/02/01/wenn-ich-arbeite-mein-tagesablauf-als-online-tagesredakteur/">Lesen</a></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/cornicious.wordpress.com/210/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/cornicious.wordpress.com/210/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/cornicious.wordpress.com/210/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/cornicious.wordpress.com/210/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/cornicious.wordpress.com/210/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/cornicious.wordpress.com/210/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/cornicious.wordpress.com/210/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/cornicious.wordpress.com/210/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/cornicious.wordpress.com/210/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/cornicious.wordpress.com/210/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/cornicious.wordpress.com/210/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/cornicious.wordpress.com/210/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/cornicious.wordpress.com/210/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/cornicious.wordpress.com/210/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=cornicious.wordpress.com&amp;blog=6520033&amp;post=210&amp;subd=cornicious&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://cornicious.wordpress.com/2010/02/01/online-reakteur-der-beruf-so-interessant-wie-das-leben/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
	
		<media:content url="http://1.gravatar.com/avatar/dd7fd9489c23e5663fdf0f6344c63e52?s=96&#38;d=identicon&#38;r=G" medium="image">
			<media:title type="html">cornicious</media:title>
		</media:content>

		<media:content url="http://www.merkur-akademie.de/index.php?rex_resize=390w__ka-news_redaktion_2009.jpg" medium="image">
			<media:title type="html">ka-news</media:title>
		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Wenn ich arbeite &#8211; mein Tagesablauf als Online-Tagesredakteur</title>
		<link>http://cornicious.wordpress.com/2010/02/01/wenn-ich-arbeite-mein-tagesablauf-als-online-tagesredakteur/</link>
		<comments>http://cornicious.wordpress.com/2010/02/01/wenn-ich-arbeite-mein-tagesablauf-als-online-tagesredakteur/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 01 Feb 2010 09:10:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>cornicious</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://cornicious.wordpress.com/?p=216</guid>
		<description><![CDATA[6.30 Uhr Der Wecker klingelt mal wieder zu früh! Warum eigentlich? Ich werde die Weckfunktion meines Handys wohl nie verstehen. Jetzt nochmal eine halbe Stunde schlafen wäre toll, doch sind längst so viele Gedankenblitze zwischen meinen beiden Ohren hin und her gesaust, dass ich ärgerlicherweise darüber wach geworden bin. Erst mal Radio anmachen. Während ich [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=cornicious.wordpress.com&amp;blog=6520033&amp;post=216&amp;subd=cornicious&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>6.30 Uhr</strong> Der Wecker klingelt mal wieder zu früh! Warum eigentlich? Ich werde die Weckfunktion meines Handys wohl nie verstehen. Jetzt nochmal eine halbe Stunde schlafen wäre toll, doch sind  längst so viele Gedankenblitze zwischen meinen beiden Ohren hin und her gesaust, dass ich ärgerlicherweise darüber wach geworden bin. Erst mal Radio anmachen.</p>
<p><span id="more-216"></span>Während ich mit zerknitterter Miene die Milch aus dem Kühlschrank krame, um sie gleich genüsslich über die Discounter-Cornflakes zu ergießen, kommt der nächste Schock: „Sie hören  die Morgenandacht mit Pfarrer Mustermann“. Wann wird der Deutschlandfunk genügend hasserfüllte Brandbriefe seiner Frühaufsteher-Hörer in Empfang genommen haben, um diese morgendliche Quälerei ein für allemal aus seinem Programm zu verbannen? Schnell das Radio aus – Nachrichten kann man noch um 7 Uhr im Auto hören.</p>
<p>Nachdem die matschweichen Flakes – oder neudeutsch: Cerealien – heruntergewürgt sind und ich mein äußeres Erscheinungsbild leidlich zurechtgerückt habe, geht’s raus. Natürlich könnte ich noch eine halbe Stunde in der Küche sitzen und vor mich hinstarren (wie ich es an freien Tagen leidenschaftlich und ausgedehnt zu praktiziere pflege), doch hoffe ich auf die eine oder andere Supermeldung, die ich mit weiteren Detailinformationen ausschmücken kann.</p>
<p><strong>7.04 Uhr</strong> Ich sitze im Auto und bekomme von den Nachrichten nur noch das Wetter mit – Mist! Auf Karlsruhes Straßen sind bislang nur die Frühaufsteher unterwegs; es geht daher recht höflich zu. Die Drängler, Zwangsüberholer und Andere-nicht-einscheren-Lasser tummeln sich erst kurz vor den üblichen Zeiten zum Arbeitsbeginn. In meiner romantischen Fantasie denke ich noch über einen schnellen Espresso in einer verrauchten Kneipe unter alten, verknitterten Jazztrompetern, Dirnen, Partygängern und sonstigen Nachtschwärmern, die vom gestrigen Abend übrig sind, nach. Zu meinem Leidwesen muss ich wieder einmal feststellen, dass es um diese Uhrzeit nur schmucklose Bäckereien gibt, die einen lieblos drapierten Kaffee im Pappbecher anbieten. Alternativ hat noch der Rotlichtbetrieb in der „Brunnegass“ geöffnet – der aber will anderes an den Mann bringen als Kaffee.</p>
<p><strong>7.15 Uhr</strong> Ich schließe die Redaktion auf. Es ist saukalt und der Sauerstoffgehalt ist so niedrig, dass ich fast das Bewusstsein verliere. Erst mal lüften. Danach die Heizung auf. Mein Chef hat gestern Abend mal wieder die Heizung abgestellt. Ich weiß, dass er es gut mit der Umwelt meint. Trotzdem versehe ich ihn reflexartig in Gedanken mit schlimmen Adjektiven. Jetzt den Fernseher an. Auf n.tv läuft mal wieder die hochspannende Sendung „Wirtschaft am Morgen“; das bleibt auch über mehrere Stunden so. Also ist nichts weltbewegendes passiert.</p>
<p>Ich werfe den Computer an. Sobald ich das erste mal die Hand auf die Maus gelegt haben werde, gibt es kein zurück, denn bis zum Feierabend werden die zu erledigenden Aufgaben wie ein endloser Film ohne Werbeunterbrechung auf mich einregnen. Dann besser vorher nochmal an unsere Deluxe-Kaffeemaschine, die Ruhe vor dem Sturm genießen. Natürlich hat der Letzte gestern nicht den Wassertank aufgefüllt! Und die Bohnen sind auch leer. Aaargh! Ich beruhige mich wieder, fülle alles auf, lasse meinen Kaffee raus und genieße den Moment. Jetzt aber an die Arbeit!</p>
<p>Der E-mail Posteingang platzt einmal mehr aus allen Nähten. Ich sortiere zunächst: Die Viagra-Preise im Netz fallen ins Bodenlose. Außerdem haben wir gleich dreimal einen Millionenbetrag bei Verlosungen in Singapur, Schottland und auf den Bahamas gewonnen. Zwei Personen fragen in gebrochenem Englisch, ob ich gegen 50-prozentige Beteiligung nicht als Treuhänder für ein Millionenerbe fungieren wolle – sie brauchen nur meine Bankdaten…</p>
<p>Endlich der erste Polizeibericht: Ein zerkratzter Roller, mehrere Unfallfluchten kleineren Ausmaßes und ein Familienstreit in Rastatt. Na ja. Dann kommt es: Ein Unfall auf der A5, der zu einem zehn Kilometer langen Stau führte. Ein erster Schweißtropfen läuft mir über die Stirn. Schnell rein damit! Ich lege den Artikel an und füge das Bild ein. Beim Durchlesen fällt mir auf, dass beim Schreiben die Fantasie des tippenden Polizeibeamten mit ihm durchgegangen ist, denn der Vorfall liest sich wie ein spannungsgeladener Abenteuerroman. Das fällt mir spätestens dann auf, als vor meinem geistigen Auge die Verkehrswacht – gespielt von Bruce Willis &#8211; aus ihrem Dienstfahrzeug aussteigt und mit lässig im Mundwinkel herumrutschender Zigarette den Schadensfall aufnimmt. Gnadenlos kürzen!</p>
<p><strong>7.51 Uhr</strong> Ich nehme die Meldung online. Trotz der Vernüchterungskur läuft der Artikel sehr gut an. Die Leser beehren meine Arbeit mit höchster Aufmerksamkeit – das verrät die Statistik. Ich schaue, was die Nachrichtenagentur gemeldet hat. Aha, „Ermittlungen um Afghanistan-Bombardement gehen weiter“, der Regierungschef einer Republik am Ende der Welt wurde im Amt bestätigt, „Wirtschaftskrise noch nicht überstanden“, es ist seit gestern also nichts passiert, zumindest nichts, was den durchschnittlichen Karlsruher aus dem Sessel hebt. Einzig auf der Ba-Wü-Line kommt eine interessante Meldung – es geht um Maßnahmen zur Verkehrsüberwachung, die zukünftig jeden Autofahrer teuer zu stehen kommen könnten. Hoch damit!</p>
<p>Nachdem ich noch die eine oder andere Meldung ausgetauscht und die korrekte Platzierung der Umfrage gecheckt habe, finde ich die Zeit, um die übrigen gefühlten 10.000 E-mails zu lesen.</p>
<p><strong>9.01 Uhr</strong> Nachdem ich gefühlt 1,4 Prozent des Posteingangs bearbeitet habe, flattern nacheinander die beiden Volontärinnen herein. Sie müssen mich begrüßt haben und scheinen sich auch mit mir zu unterhalten. Doch bin ich von den Myriaden an Pressemitteilungen schon so durch den Wind, dass ich ganz neben mir stehe und die Unterhaltung sich von selbst – ohne mein Zutun &#8211; führt. Jetzt erstmal Pause machen und den zweiten Kaffee reinschütten. Im Fünfminuten-Takt tröpfeln die Praktikanten ein und beginnen zu arbeiten.</p>
<p>Ich habe über meinen Kaffee wieder zu mir selbst gefunden und rufe alle zur Redaktionssitzung zusammen. Themenvergabe. Ich habe mehrere Termine auf dem Tisch und dazu noch ein paar Themen, die zwar nicht drängen, die ich aber trotzdem gerne bearbeitet wüsste. Praktikant B. ergreift die Chance beim Schopf. Da er eine Leidenschaft für Verkehrsthemen hat, schreit er wie am Spieß  „ICH!“, als ich zu dem Gleisbau-Termin komme. Er überrascht mich mit seiner lautstarken Initiative derart, dass ich entsetzlich zusammenfahre und dabei fast das Blatt fallen lasse. Bei so viel Engagement kann man nichts machen – B. bekommt das Thema. Die übrigen Themen werden auf normale Weise vergeben. Danach gehen alle an die Arbeit.</p>
<p>Ab jetzt geht es Schlag auf Schlag: Pressemitteilung – an Praktikantin A., Pressemitteilung an Praktikant D., Umfrageauswertung an Praktikantin L., Praktikantin A.: „ Fertig“, neue Meldung. Die Nachrichtenagentur schickt eine wichtige Eilmeldung – Tippfehler raus („immer das Selbe!“) und hoch damit. Volontärin T. geht die Leserkommentare durch, denn ärgerlicherweise hat sich wieder die eine oder andere Unflätigkeit eingeschlichen. Gnadenlos geht die Volontärin über eine Hand voll herber Kraftausdrücke. Die meisten Einträge bleiben davon aber unberührt.</p>
<p>Eine Partei schickt wieder einmal ein Statement zu einem kontroversen Lokalthema. Volontärin R., welche die Sache schon seit längerer Zeit betreut, bearbeitet die Mitteilung und fügt sie in den Gesamtkontext des Themas ein. Das Telefon klingelt: „Könnte ich den Herrn E. sprechen?“, ich stelle durch, L. ist fertig, ich schicke ihr ein neues Thema, eine E-Mail kommt herein. Ein gewisser Herr G. beschwert sich mal wieder über den Inhalt eines Artikels – ich leite weiter an den Redaktionsleiter, das Telefon: „Könnte ich den Herrn XY sprechen?“, ich stelle durch, Volontärin T.: „Könnten wir vielleicht das Radio anmachen?“, ich stimme zu, dezente Musik flutet den Raum, Telefon:“Hier isch YZ, ich möcht&#8217; zur Frau ZY“, ich stelle durch, eine Mail mit einem interessanten Themenvorschlag, ich frage in die Runde: „Hat gerade jemand nichts zu tun?“. Ich fühle mich wie wie Patrick Swayze in „Ghost“ &#8211; ein Geist, den lebende Menschen nicht wahrnehmen können. Mir fällt ein, dass das Thema von D. keinen besonderen Aktualitätsbezug hat. Also: Ein Freiwilliger! Und schon wieder das Telefon – ich stelle durch, verdammt nochmal.</p>
<p><strong>So um 13 Uhr herum</strong> Als Praktikantin A. aufsteht mit den Worten: „Ich mach dann mal Mittag“, bin ich wieder einmal ganz überrascht. Mittag, schon? Also gut, Mittag. In meinem Gehirn ist der Siedepunkt schon fast erreicht. Ich entscheide mich also dafür, der nahe gelegenen Bäckerei  einen Kurzbesuch abzustatten. Volontärin R. zählt mir mal wieder die Reihenfolge auf, nach welcher ich ihr ein belegtes Brötchen mitbringen soll:“&#8230;also, wenn kein Tomate/Mozzarella da ist, dann nehm ich….“, die genügsame Volontärin T. verlangt wieder einmal nicht mehr als eine nackte, freudlose Brezel, die übrigen Praktikanten lehnen dankend ab.</p>
<p>Als ich wieder zurück bin und allen Bestellern ihre Backwaren ausgehändigt habe, taumelt ein völlig überladener DHL-Lieferant herein – er ist bepackt wie der Weihnachtsmann, mit allerlei Paketen, aber ohne Geschenkpapier. In gewohnter Weise bitte ich ihn, alles am Tisch der Kulturredaktion abzustellen &#8211; das sind die Preise für die Quiz-Gewinner. Der arme Mann stellt die Monster-Ladung auf der Tischplatte ab, die sich unter der Last zu verbiegen beginnt. Ich unterschreibe auf dem elektronischen Quittiergerät. Keiner wird meinen Namen je lesen können – meine Schrift ist zu krakelig. Dem DHL-Mann ist das aber egal. Völlig erschöpft kriecht er zurück zu seinem Lieferwagen.</p>
<p>Zu gerne würde ich wissen, was Kulturredakteur P. wieder verlosen will. Ich öffne die Pakete jedoch nicht, da er in diesem Fall sicher von seinem Sonder-Steinigungsrecht gegenüber Kollegen Gebrauch machen würde. Ich kehre an die Arbeit zurück.</p>
<p>Telefon, Mail, Pressemitteilung, Pressemitteilung, dpa-Meldung, Mail, Mail, Telefon, Mail, Mail, Pressemitteilung, Pressemitteilung, Pressemitteilung, Telefon, Mail, Telefon, dpa-Meldung, Pressemitteilung, Leseranfrage, Mail, Telefon  und immer so fort.</p>
<p><strong>17.40 Uhr</strong> Ich weiß wieder einmal, warum ich heute Nacht wirklich gut schlafen werde. Ich denke mit einem entrückten Lächeln auch daran, dass es nicht mehr viele Minuten sind, die mich vom Feierabendbier trennen. Dann der Schock: Ich habe die Umfrage vergessen! Aber Gott sei Dank haben wir schon in der Frühe ein Super-Thema zur Seite gelegt. Allerdings wollte ich es schon vor einer halben Stunde schreiben.</p>
<p>Glücklicherweise kommen mir die Volontärinnen zur Hilfe, die eine nimmt sich der Umfrage an, die andere checkt zwei Artikel, die ich heute noch gerne online nehmen möchte. So habe ich die Zeit, die Tagesplanung für den nächsten Tag und den nächsten Tagesredakteur vorzubereiten. Außerdem sind da noch drei weitere angelegte Meldungen der „Praktis“, die ich auf Richtigkeit überprüfen muss.  All das schaffe ich mit den letzten Energiereserven, die mein Körper aufzubringen vermag. Mit einer Verspätung von etwa 15 Minuten ploppt der erste Kronkorken von meiner Bierflasche. Junge, tut das gut! Prost.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/cornicious.wordpress.com/216/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/cornicious.wordpress.com/216/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/cornicious.wordpress.com/216/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/cornicious.wordpress.com/216/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/cornicious.wordpress.com/216/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/cornicious.wordpress.com/216/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/cornicious.wordpress.com/216/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/cornicious.wordpress.com/216/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/cornicious.wordpress.com/216/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/cornicious.wordpress.com/216/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/cornicious.wordpress.com/216/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/cornicious.wordpress.com/216/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/cornicious.wordpress.com/216/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/cornicious.wordpress.com/216/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=cornicious.wordpress.com&amp;blog=6520033&amp;post=216&amp;subd=cornicious&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://cornicious.wordpress.com/2010/02/01/wenn-ich-arbeite-mein-tagesablauf-als-online-tagesredakteur/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
	
		<media:content url="http://1.gravatar.com/avatar/dd7fd9489c23e5663fdf0f6344c63e52?s=96&#38;d=identicon&#38;r=G" medium="image">
			<media:title type="html">cornicious</media:title>
		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Ein Fest für den derben Humor: &#8222;Zombieland&#8220;</title>
		<link>http://cornicious.wordpress.com/2009/12/12/ein-fest-fur-den-derben-humor-zombieland/</link>
		<comments>http://cornicious.wordpress.com/2009/12/12/ein-fest-fur-den-derben-humor-zombieland/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 12 Dec 2009 11:44:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>cornicious</dc:creator>
				<category><![CDATA[Im Kino]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://cornicious.wordpress.com/?p=185</guid>
		<description><![CDATA[Was lange währt, wird endlich gut! Endlich heißt, endlich wieder einmal ein waschechter Zombie-Film im Kino. Also einer, bei dem es ausschließlich um Zombies geht. Wer sich jetzt wehmütig an alte Zeiten mit &#8222;Braindead&#8220; oder &#8222;Return Of The Living Dead&#8220; erinnert, der darf aufatmen. Seit dieser Woche läuft „Zombieland“ in den Kinos. Gleich zu Beginn [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=cornicious.wordpress.com&amp;blog=6520033&amp;post=185&amp;subd=cornicious&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-caption alignleft" style="width: 442px"><img title="Titelbild" src="http://www.moviepilot.de/files/images/0216/5190/Zombieland_article.jpg" alt="" width="432" height="324" /><p class="wp-caption-text">Quelle:www.moviepilot.de</p></div>
<p>Was lange währt, wird endlich gut! Endlich heißt, endlich wieder einmal ein waschechter Zombie-Film im Kino. Also einer, bei dem es ausschließlich um Zombies geht. Wer sich jetzt wehmütig an alte Zeiten mit &#8222;Braindead&#8220; oder &#8222;Return Of The Living Dead&#8220; erinnert, der darf aufatmen. Seit dieser Woche läuft „Zombieland“ in den Kinos.<span id="more-185"></span></p>
<p>Gleich zu Beginn geht’s mit vollem Tempo zur Sache. Der Protagonist, der gleichzeitig auch Erzähler ist, führt den Zuschauer ohne Umschweife in die Story ein. Durch ein Virus wurde die Menscheit binnen weniger Wochen bla bla bla… Wichtig ist: Alle Menschen sind Zombies und lechzen danach, die übriggebliebenen normalen Menschen zu fressen. Damit ist alles gesagt, was für einen Zombiefilm wichtig ist.</p>
<div class="wp-caption alignleft" style="width: 440px"><img src="http://www.scifi.de/news/Zombieland2sm-thumb-550x366-19350.jpg" alt="" width="430" height="286" /><p class="wp-caption-text">Quelle:www.scifi.de</p></div>
<p>Der smarte, aber entsetzlich schüchterne Nerd Columbus (Jesse Eisenberg) trifft auf der Suche nach seinen Eltern den waffengeilen Cowboy Tallahassee (Woody Harrelson), der ihn in seinem Wagen mitnimmt. Auf dem Weg werden sie von den beiden Schwestern Witchita (Emma Stone) und Little Rock (Abigail Breslin) übers Ohr gehauen, versöhnen sich nach einer kurzen Verfolgungsjagd dann wieder mit diesen und – das ist der eigentliche Clou – metzeln unterwegs jede Menge Zombies ab.</p>
<p>Was sich jetzt anhört, wie eine hirnverbrannte Verschwendung von kilometerweise Celluloid, entpuppt sich trotz aller Erwartung als ein Kinoevent der besonderen Art. Wer die ersten zehn Minuten übersteht, der wird von einer rasanten Komödie voll gelungener Gags und innovativer Dialoge in einen Strudel erstklassiger Unterhaltung gezogen.</p>
<p>Zu Beginn erklärt Columbus erst einmal auf äußerst amüsante Weise die wichtigsten Überlebensregeln in „Zombieland“  &#8211; und lässt dabei die Grenze zur Anti-Correctness weit hinter sich. Noch ganz irritiert von der merkwürdigen Mischung erkennt der Zuschauer spätestens dann die nicht ganz ernstgemeinte Intention des Films, als Columbus von seinem ersten Date erzählt, bei dem sich die Auserwählte urplötzlich in einen Zombie verwandelte.</p>
<div class="wp-caption alignleft" style="width: 440px"><img src="http://www.scifi.de/news/Zombieland1-thumb-550x276-19618.jpg" alt="" width="430" height="216" /><p class="wp-caption-text">Quelle:www.scifi.de</p></div>
<p>Dann entzückt da noch ein in bester Form aufwartender Woody Harrelson das Publikum in der Rolle des derben Schlagetots vom Land. Dabei ruft er in Erinnerung, dass die Leidenschaft für Waffen, dicke Autos, derbe Sprüche und Roch &#8216;N Roll etwas ist, das gelegentlich ausgelebt werden möchte. Columbus und Tallahassee überzeugen schon durch ihre abgrundtiefe Gegensätzlichkeit und regen so immer wieder zum Schenkelklopfen an.</p>
<p>Richtig lustig wird es aber erst, als der tollpatschige Antiheld Columbus das Herz der kernigen Powerfrau Witchita erobern will und sich dabei so richtig dumm anstellt. Das Zombie-Schlachtfest gerät drüber zur amüsanten Nebenbeschäftigung, vor deren Hintergrund Columbus sich der Schönen dilettantisch anzunähern versucht. So entwickelt sich das abschließende Metzel-Feuerwerk, bei dem eine ganze Zombie-Population nach allen Regeln der Kunst abgeschlachtet wird, vor allem auch zum Höhepunkt beim Kampf um Witchitas Gunst.</p>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 394px"><img src="http://www.moviepilot.de/files/images/0231/4615/zombieland-1_article.jpg" alt="" width="384" height="256" /><p class="wp-caption-text">Quelle:www.moviepilot.de</p></div>
<p>&#8222;Zombieland&#8220; ist eine schaurige Komödie, die einen zum Kringeln bringen kann &#8211; vorausgesetzt man versteht den Humor. Alle jene, die sogenannte Killerspiele lieben, die in den 90ern über die Simpsons lachten und die es sich mit einem süffisanten Lächeln auf der Zunge zergehen lassen, wenn sich überengagierte Frauenrechtlerinnen oder Ultra-Ökos über das neueste Titelblatt der Titanic aufregen, werden voll auf ihre Kosten kommen. Abgesehen davon kann ein Film, bei dem Metallicas „For Whom The Bell Tolls“ im Soundtrack auftaucht, nicht wirklich schlecht sein. Auch wenn nicht alle Gags zünden &#8211; Zombieland: Ein voller Erfolg!</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/cornicious.wordpress.com/185/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/cornicious.wordpress.com/185/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/cornicious.wordpress.com/185/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/cornicious.wordpress.com/185/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/cornicious.wordpress.com/185/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/cornicious.wordpress.com/185/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/cornicious.wordpress.com/185/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/cornicious.wordpress.com/185/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/cornicious.wordpress.com/185/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/cornicious.wordpress.com/185/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/cornicious.wordpress.com/185/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/cornicious.wordpress.com/185/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/cornicious.wordpress.com/185/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/cornicious.wordpress.com/185/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=cornicious.wordpress.com&amp;blog=6520033&amp;post=185&amp;subd=cornicious&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://cornicious.wordpress.com/2009/12/12/ein-fest-fur-den-derben-humor-zombieland/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
	
		<media:content url="http://1.gravatar.com/avatar/dd7fd9489c23e5663fdf0f6344c63e52?s=96&#38;d=identicon&#38;r=G" medium="image">
			<media:title type="html">cornicious</media:title>
		</media:content>

		<media:content url="http://www.moviepilot.de/files/images/0216/5190/Zombieland_article.jpg" medium="image">
			<media:title type="html">Titelbild</media:title>
		</media:content>

		<media:content url="http://www.scifi.de/news/Zombieland2sm-thumb-550x366-19350.jpg" medium="image" />

		<media:content url="http://www.scifi.de/news/Zombieland1-thumb-550x276-19618.jpg" medium="image" />

		<media:content url="http://www.moviepilot.de/files/images/0231/4615/zombieland-1_article.jpg" medium="image" />
	</item>
		<item>
		<title>Zu Gast auf der Herbstmess‘ – Rundgang im Lichtermeer</title>
		<link>http://cornicious.wordpress.com/2009/11/03/zu-gast-auf-der-herbstmess%e2%80%98-%e2%80%93-rundgang-im-lichtermeer/</link>
		<comments>http://cornicious.wordpress.com/2009/11/03/zu-gast-auf-der-herbstmess%e2%80%98-%e2%80%93-rundgang-im-lichtermeer/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 03 Nov 2009 08:30:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>cornicious</dc:creator>
				<category><![CDATA[Feierlaune]]></category>
		<category><![CDATA[Freizeit]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://cornicious.wordpress.com/?p=155</guid>
		<description><![CDATA[Eine Reportage von Daniel Cornicius Montag nach der Eröffnung der Karlsruher Herbstmess‘ &#8211; wir sind geladen zum Presserundgang auf dem mit bunten Wagen vollgestopften Messplatz und nutzen die Gelegenheit, die diesjährige Mess‘ unter die Lupe zu nehmen. Es ist nicht allzu voll an diesem Montagabend, was daran liegen mag, dass es den ganzen Tag geregnet [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=cornicious.wordpress.com&amp;blog=6520033&amp;post=155&amp;subd=cornicious&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-medium wp-image-177" title="Mess172" src="http://cornicious.files.wordpress.com/2009/11/mess172.jpg?w=300&#038;h=199" alt="Mess172" width="300" height="199" /><em>Eine Reportage von Daniel Cornicius</em></p>
<p>Montag nach der Eröffnung der Karlsruher Herbstmess‘ &#8211; wir sind geladen zum Presserundgang auf dem mit bunten Wagen vollgestopften Messplatz und nutzen die Gelegenheit, die diesjährige Mess‘ unter die Lupe zu nehmen. Es ist nicht allzu voll an diesem Montagabend, was daran liegen mag, dass es den ganzen Tag geregnet hat und die Temperaturen auch schon mal angenehmer waren.  <span id="more-155"></span></p>
<p><strong>Station 1 – Das Badener Zelt </strong></p>
<p>Hier nimmt uns der Leiter des Marktamtes, Armin Baumbusch, mit warmen Worten und einem Begrüßungstrunk, in Empfang. Das Badener Zelt macht – zumindest in der Dekoration – seinem Namen alle Ehre: Unter dem Zeltdach hängen lange Girlanden aus roten und gelben Luftballons und auch die Biertische sind abwechselnd mit roten und gelben Tischdecken versehen – flüssigkeitsabweisend versteht sich.</p>
<p>Das Kopfende dominiert eine mit Heuballen umrahmte Bühne, die im Zusammenspiel mit aufgemalten Kakteen im Arizona-Look eine Art Wildwest-Stimmung verbreitet. Augenzeugen berichten, dass es am Wochenende sogar zu vereinzelten Squaredance-Initiativen gekommen sein soll. Cowboy-Kultur in Baden? Ah ja. Schließlich ziehen wir los.</p>
<p><strong>Station 2 – Breakdance </strong></p>
<p><img class="alignleft size-medium wp-image-168" title="Mess007" src="http://cornicious.files.wordpress.com/2009/11/mess007.jpg?w=158&#038;h=240" alt="Mess007" width="158" height="240" />Wer kennt ihn nicht, den Klassiker weltweiter Rummelplätze: Je vier Zwei-Personen-Wagen, die im rotierenden Kreuz angeordnet sind und sich dazu nicht nur um die eigene Achse drehen, sondern auch noch auf einer großen rotierenden Scheibe  kreisen. Die ersten stürmen voller Begeisterung das Karussell. Wir halten uns hier noch zurück, weil wir der törichten Versuchung erliegen, am Schießstand mit dem Luftgewehr den dicksten Kuschelbären abräumen zu wollen. Ein Projekt, das unter den Begeisterungsschreien der Breakdance-Mitfahrer kläglich scheitert.</p>
<p><strong>Station 3 – Die Teststrecke </strong></p>
<p>Schon wenn man sich dem Messplatz nähert, sticht einem die Gleisanordnung der Achterbahn „Teststrecke“ respekteinflößend ins Auge. Majestätisch erhebt sie sich über das Blinklichtgewitter der anderen Fahrgeschäfte und macht mit ihrem Beleuchtungskonzept einen überraschend unaufgeregten Eindruck.<img class="alignleft" title="Karlsruher Herbstmess'" src="../files/2009/11/mess196.jpg?w=300" alt="Karlsruher Herbstmess'" width="240" height="158" /></p>
<p>Augenfällig sind die beiden Loopingschleifen &#8211; schon deswegen eilen wir erwartungsfroh in die Bahn – und werden nicht enttäuscht: Der Hang nach dem ersten Anstieg beschleunigt uns deutlich stärker, als wir erwartet hatten. Daher bleibt einigen Mitfahrerinnen der Angstschrei in der Kehle stecken. Die Mutigen reißen im Doppellooping begeistert die Arme hoch. Nach ein paar weiteren schnellen Kurven steigen wir auch schon wieder aus. Erst jetzt bemerken wir ernste Gleichgewichtsirritationen, die uns wie nach einer durchzechten Nacht zum Ausgang torkeln lassen. Sie begleiten uns noch mehrere Minuten. Respekt!</p>
<p><strong>Station 4 – Autoscooter </strong></p>
<p><img class="alignleft" title="Mess087" src="../files/2009/11/mess087.jpg?w=300" alt="Mess087" width="240" height="158" />Quasi zum Entspannen steigen wir in das gute alte „Box-Auto“ ein. Auch die Betagteren, die sich mit höflicher Zurückhaltung um die „Teststrecke“ gedrückt haben, mischen im Fahr-Gerangel mit. Ein Team steuert seinen Wagen komplett rückwärts durch die Menge. Wir bemerken, dass sich die Begeisterung an der einfachen Kollision bei allen Teilnehmern schnell abnutzt. Entsprechend wird für die restlichen Minuten nur noch mit einem Ziel gefahren: Frontal-Crash!</p>
<p><strong>Station 5 – Skater </strong></p>
<p>Während sich die übrige Gruppe zum Pausieren in eine urige, skihüttenartige Ecke zurückzieht und die ersten Bratwürste vertilgt, werfen wir uns in eine Sitzreihe des „Skater“. In dem &#8211; von außerhalb des Geländes betrachtet &#8211; eher unauffällig wirkenden Karussell erleben wir unser blaues Wunder!</p>
<p><img class="alignleft size-medium wp-image-164" title="Mess107" src="http://cornicious.files.wordpress.com/2009/11/mess1071.jpg?w=198&#038;h=300" alt="Mess107" width="198" height="300" />Die Fahrgastkanzel bewegt sich nach vorne und dreht sich immer schneller. Der Hubarm richtet sich auf bis wir senkrecht in der Luft stehen. Dabei drehen wir uns &#8211; gefühlt &#8211; noch um zehn weitere Achsen. Es wird immer schneller,  alles dreht sich, sodass die Lichter der Messe zu verschwimmen beginnen und Licht-Schlieren nachzeichnen wie auf den typischen Langzeitbelichtungspostkarten à la „Paris by night“.</p>
<p>Als die Drehung zum Stillstand kommt und ich mich wieder auf den Bodenkontakt freue, muss ich zu meinem Entsetzen feststellen, dass es jetzt weitergeht, nur rückwärts. In den folgenden Minuten fühle ich mich wie James Bond in „Moonraker“, als er in einem außer Kontrolle geratenen Weltraumsimulator fast zu Tode beschleunigt wird. Als wir aussteigen nehme ich Abstand von dem ursprünglichen Gedanken,  jetzt auch etwas essen zu wollen. Alter Schwede!</p>
<p><strong>Station 6, 7 und 8 – Nach dem Skater </strong></p>
<p><img class="alignleft" title="Mess124" src="../files/2009/11/mess124.jpg?w=300" alt="Mess124" width="240" height="158" />Nun kann uns nicht mehr viel schocken. Im Glasscheibenlabyrinth „Crazy Town“ entspannen wir uns ein wenig: Bei der Suche nach dem richtigen Weg stoße ich mir den Kopf an einer Stelle, wo ich mir meiner Sache zu sicher war. Wer zuvor einen Bogen um den Skater gemacht hat, sucht den „Kick“ auf der Go-Kart-Bahn gegenüber. Wir beschließen: Zu viel Geschwindigkeit für den Moment!</p>
<p>Immer noch apathisch fahren wir durch die Geisterbahn, die ihre Fassade mit Monstermotiven alter Manowar-Platten geschmückt hat. Ein mit Kettensäge und Monstermaske ausgestatteter „Profigeist“ steigt uns nach. Ein anderer taucht direkt vor meinem Gesicht auf &#8211; einer der Evergreens unter den Bahnen. Einige aus der Gruppe machen sich den Spaß, die Herauskommenden am Ausgang zusätzlich zu erschrecken. So steigern sie bei zwei jungen Damen den Adrenalinspiegel mindestens um das Doppelte.</p>
<p>Wieder etwas erholt steigen wir schließlich im „Feuer und Eis“ ein – eine gutmütige Mini-Achterbahn ohne Achter. Obwohl wir schon die „Teststrecke“ gefahren sind, ist auch dieses Karussell noch ein nettes Erlebnis. Schneller als anfangs gedacht brettern wir über die rumpeligen Gleise und kommen auf unsere Kosten. Dabei entzückt uns die Bahn durch die vielen Extrarunden. Man sollte sie der Fairness halber jedoch vor der „Teststrecke“ oder dem „Skater“ nehmen.</p>
<p><strong>Station 9 – Das Riesenrad </strong></p>
<p><img class="alignleft size-medium wp-image-170" title="Mess171" src="http://cornicious.files.wordpress.com/2009/11/mess171.jpg?w=158&#038;h=240" alt="Mess171" width="158" height="240" />Auch wenn Adrenalin hier nur Menschen mit Höhenangst ausschütten, entscheiden wir uns für einen Abschluss mit Tradition: Das Riesenrad. Es ist langsam, dreht sich nur um eine Achse, bietet dafür aber einen herrlichen Blick über die Mess‘ und die Stadt. Fast möchte man sich ausmalen, wie Oma und Opa oder sogar deren Eltern oder Großeltern seinerzeit verliebt in dem damaligen Technikwunder ihre Runden drehten.</p>
<p>Auch wenn uns bei dem Gedanken ganz warm ums Herz wird, zieht durch den kühlen Wind im Rest des Körpers schleichend die Kälte ein. Wir sind daher nicht unglücklich, als wir wieder aussteigen müssen und gehen mit den anderen zum Verabschiedungs-Umtrunk zurück ins Badener Zelt.</p>
<p><strong>Fazit</strong></p>
<p>Als wir bei Flammkuchen und Bratwurst sowie einer Maß Bier – wie sich das gehört – im Badener Zelt sitzen, freuen wir uns über einen überraschend gelungenen Abend. Mit der Teststrecke sind wir in einer Achterbahn gefahren, die sich durchaus mit der Verwandtschaft im Europapark messen lassen kann und der Skater zeigte uns die Grenzen der Abbildungsleistung unserer Augen auf. Zusammen mit den auch für Mami und Papi verträglichen Attraktionen ergibt sich eine ausgewogene Mischung an Jahrmarktvergnügungen.</p>
<p>Diese kommt natürlich auch mit dem altbekannten Klangteppich unzähliger sich gegenseitig überlagernder Lieder und Effektgeräusche daher, den man traditionsgemäß erwartet. Mit zahlreichen Ständen ist auch für alle jene gesorgt, die das Ereignis zum willkommenen Aufhänger nehmen, um sich mal wieder so richtig und ohne jedes Gewissen vollzufressen. Alles in allem ein gelungenes Spektakel, das angenehme Abwechslung sowie die Gelegenheit bietet, einen bodennahen Kontrapunkt zu anspruchsvolleren Kulturveranstaltungen zu setzen.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/cornicious.wordpress.com/155/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/cornicious.wordpress.com/155/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/cornicious.wordpress.com/155/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/cornicious.wordpress.com/155/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/cornicious.wordpress.com/155/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/cornicious.wordpress.com/155/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/cornicious.wordpress.com/155/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/cornicious.wordpress.com/155/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/cornicious.wordpress.com/155/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/cornicious.wordpress.com/155/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/cornicious.wordpress.com/155/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/cornicious.wordpress.com/155/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/cornicious.wordpress.com/155/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/cornicious.wordpress.com/155/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=cornicious.wordpress.com&amp;blog=6520033&amp;post=155&amp;subd=cornicious&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://cornicious.wordpress.com/2009/11/03/zu-gast-auf-der-herbstmess%e2%80%98-%e2%80%93-rundgang-im-lichtermeer/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
	
		<media:content url="http://1.gravatar.com/avatar/dd7fd9489c23e5663fdf0f6344c63e52?s=96&#38;d=identicon&#38;r=G" medium="image">
			<media:title type="html">cornicious</media:title>
		</media:content>

		<media:content url="http://cornicious.files.wordpress.com/2009/11/mess172.jpg?w=300" medium="image">
			<media:title type="html">Mess172</media:title>
		</media:content>

		<media:content url="http://cornicious.files.wordpress.com/2009/11/mess007.jpg?w=198" medium="image">
			<media:title type="html">Mess007</media:title>
		</media:content>

		<media:content url="../files/2009/11/mess196.jpg?w=300" medium="image">
			<media:title type="html">Karlsruher Herbstmess'</media:title>
		</media:content>

		<media:content url="../files/2009/11/mess087.jpg?w=300" medium="image">
			<media:title type="html">Mess087</media:title>
		</media:content>

		<media:content url="http://cornicious.files.wordpress.com/2009/11/mess1071.jpg?w=198" medium="image">
			<media:title type="html">Mess107</media:title>
		</media:content>

		<media:content url="../files/2009/11/mess124.jpg?w=300" medium="image">
			<media:title type="html">Mess124</media:title>
		</media:content>

		<media:content url="http://cornicious.files.wordpress.com/2009/11/mess171.jpg?w=198" medium="image">
			<media:title type="html">Mess171</media:title>
		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>&#8222;Es ist Deutschland hier!&#8220;</title>
		<link>http://cornicious.wordpress.com/2009/09/30/es-ist-deutschland-hier/</link>
		<comments>http://cornicious.wordpress.com/2009/09/30/es-ist-deutschland-hier/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 30 Sep 2009 09:34:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>cornicious</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Außenminister]]></category>
		<category><![CDATA[Englisch]]></category>
		<category><![CDATA[Pressekonferenz]]></category>
		<category><![CDATA[Westerwelle]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://cornicious.wordpress.com/?p=134</guid>
		<description><![CDATA[Eine diplomatische Antwort auf die Fragen eines englisch-sprachigen BBC-Reporters an Guido Westerwelle am 28. September. Gepaart mit dem Verweis, dass in Deutschland deutsch gesprochen werde so wie in England englisch, schrammt diese Äußerung nicht nur massiv an der Grenze zur Unverschämtheit entlang. So oder so ähnlich möge man sich auch die Reaktionen vorstellen, die einem [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=cornicious.wordpress.com&amp;blog=6520033&amp;post=134&amp;subd=cornicious&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Eine diplomatische Antwort auf die Fragen eines englisch-sprachigen BBC-Reporters an Guido Westerwelle am 28. September. Gepaart mit dem Verweis, dass in Deutschland deutsch gesprochen werde so wie in England englisch, schrammt diese Äußerung nicht nur massiv an der Grenze zur Unverschämtheit entlang. </strong></p>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 416px"><img title="Westerwelle" src="http://blog.zdf.de/wahlimweb/Westerwelle.jpg" alt="Zu undiplomatisch für das Außenministerium? Quelle: www.zdf.de" width="406" height="434" /><p class="wp-caption-text">Zu undiplomatisch für das Außenministerium? Quelle: www.zdf.de</p></div>
<p><span id="more-134"></span>So oder so ähnlich möge man sich auch die Reaktionen vorstellen, die einem ausländischen Touristen entgegenschlagen, der in der sächsischen Schweiz die Eingeborenen dreisterweise auf englisch anzusprechen wagt.</p>
<p>Dabei wäre es natürlich absurd, Guido Westerwelle ausländerfeindliche Tendenzen zu unterstellen. Doch zeigt dieser mehr als ungeschickte Ausbruch, wie wenig diplomatisches Geschick der Chef-Liberale vorzuweisen hat. Wer seinen politischen Weg verfolgt hat, nimmt einen Mann wahr, der stets auf Konfrontation geht, und das häufig mit einer Note von Verbissenheit. Sozusagen ein Anti-Barroso.</p>
<p><strong>Vier schwere Jahre</strong></p>
<p>Natürlich ist es nicht üblich, dass deutsche Politiker auf Pressekonferenzen in Deutschland Fragen auf englisch gestellt bekommen. Und es ist auch durchaus zulässig, wenn man um eine Übersetzung bittet. Doch wie in allen anderen Lebens- und vor allem Politikbereichen ist es auch hier der Ton, der die Musik macht. Die Tatsache, dass der Reporter auf Westerwelles Aufforderung hin umgehend und ohne Murren seine Dolmetscherin einschaltete, macht ein Verständnis für die Überreaktion des zukünftigen Außenministers unmöglich.</p>
<p>Ganz unabhängig von der Politik der FDP werden es vier schwere Jahre für all jene, die von Berufs wegen den prsönlichen Umgang mit Westerwelle künftig pflegen müssen. Das machte der ganz und gar undiplomatische Zwischenfall deutlich. Wenn schon eine englische Frage den neuen Vize-Kanzler so in Aufruhr versetzen kann, kommen nun doch Zweifel auf, dass der FDP-Chef die Bundesrepublik angemessen im Ausland wird vertreten können &#8211; vor allem, wenn es um schwierige Verhandlungssituationen geht.</p>
<p><strong>Höflich, aber bestimmt</strong></p>
<p>Die Kanzlerin mag parteipolitisch ihren Wunschkandidaten gefunden haben. Die Zusammenarbeit mit Frank-Walter Steinmeier wird sie jedoch sicher vermissen. Es bliebt zu hoffen, dass in den Koalitionsverhandlungen doch noch ein anders Amt für Westerwelle herauskommt und das Außenministerium etwa an die Bayern geht. Wahrscheinlich ist dass freilich nicht, aber eine Hoffnung, die man haben kann.  &#8222;Höflich, aber bestimmt&#8220; ist ein Leitsatz der Diplomatie, den Westerwelle eben nur zur Hälfte erfüllt.</p>
<span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://cornicious.wordpress.com/2009/09/30/es-ist-deutschland-hier/"><img src="http://img.youtube.com/vi/R4pQlkshzm4/2.jpg" alt="" /></a></span>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/cornicious.wordpress.com/134/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/cornicious.wordpress.com/134/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/cornicious.wordpress.com/134/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/cornicious.wordpress.com/134/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/cornicious.wordpress.com/134/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/cornicious.wordpress.com/134/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/cornicious.wordpress.com/134/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/cornicious.wordpress.com/134/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/cornicious.wordpress.com/134/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/cornicious.wordpress.com/134/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/cornicious.wordpress.com/134/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/cornicious.wordpress.com/134/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/cornicious.wordpress.com/134/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/cornicious.wordpress.com/134/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=cornicious.wordpress.com&amp;blog=6520033&amp;post=134&amp;subd=cornicious&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://cornicious.wordpress.com/2009/09/30/es-ist-deutschland-hier/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
	
		<media:content url="http://1.gravatar.com/avatar/dd7fd9489c23e5663fdf0f6344c63e52?s=96&#38;d=identicon&#38;r=G" medium="image">
			<media:title type="html">cornicious</media:title>
		</media:content>

		<media:content url="http://blog.zdf.de/wahlimweb/Westerwelle.jpg" medium="image">
			<media:title type="html">Westerwelle</media:title>
		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Deutschland kann es besser &#8211; was denn genau?</title>
		<link>http://cornicious.wordpress.com/2009/09/29/deutschland-kann-es-besser-was-denn-genau/</link>
		<comments>http://cornicious.wordpress.com/2009/09/29/deutschland-kann-es-besser-was-denn-genau/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 29 Sep 2009 17:10:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>cornicious</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestagswahl]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
		<category><![CDATA[Wahl]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://cornicious.wordpress.com/?p=97</guid>
		<description><![CDATA[Die Schockstarre nach der Wahl beginnt sich zu lösen und die eine, brennende Frage hämmert sich wie ein Klitschko-Kinnhaken ins Bewusstsein: Wie konnte das passieren?! Dabei zielt sie weniger darauf, wie Schwarz/Gelb passieren konnte, als viel mehr auf die Gesamtheit der vielen kleinen Fragen, die kaum begreiflich sind: Wie konnte die Wahlbeteiligung derart abrutschen? Wie [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=cornicious.wordpress.com&amp;blog=6520033&amp;post=97&amp;subd=cornicious&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Die Schockstarre nach der Wahl beginnt sich zu lösen und die eine, brennende Frage hämmert sich wie ein Klitschko-Kinnhaken ins Bewusstsein: Wie konnte das passieren?!</strong></p>
<div class="wp-caption alignleft" style="width: 425px"><strong><strong><img title="Bundesadler" src="http://www.regierenkapieren.de/Webs/KW/Content/DE/Artikel/2009/07-09/Bilder/bundesadler-bundestag,property=poster.jpg" alt="Demokratie mit Zukunft? Quelle: www.regierenkapieren.de" width="415" height="306" /></strong></strong><p class="wp-caption-text">Demokratie mit Zukunft? Quelle: www.regierenkapieren.de</p></div>
<p><strong><span id="more-97"></span></strong></p>
<p>Dabei zielt sie weniger darauf, wie Schwarz/Gelb passieren konnte, als viel mehr auf die Gesamtheit der vielen kleinen Fragen, die kaum begreiflich sind: Wie konnte die Wahlbeteiligung derart abrutschen? Wie konnte die Linke 11,9 Prozent bekommen? Wie konnten die Grünen die kleinste Partei im Parlament werden? Wie konnte eine Partei ohne Wahlprogramm wie die Piraten aus dem Stand zwei Prozent ergattern? Wie konnte die SPD nur so tief fallen?</p>
<p>Was hat sich geändert? Sind die heutigen Politiker tatsächlich nur Lügner und Verbrecher, die sich einzig dem eigenen Machterhalt verpflichtet fühlen? Hört man die Menschen auf der Straße über die politische Klasse reden, bekommt man fast den Eindruck, Deutschland würde von einem Mafia-Clan beherrscht. Und häufig lautet die trotzige Konsequenz: Protestwählen oder Wahlboykott.</p>
<p><strong>Unkenntnis der politischen Verhältnisse</strong></p>
<p>Wer am Wahlabend das ZDF-Nachtstudio (zu sehen in der<a title="ZDF Mediathek" href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/9602?inPopup=true" target="_blank"> ZDF Mediathek</a> &#8211; Nachstudio vom 27.9.2009) verfolgt hat, der konnte eine Runde von Talk-Gästen aus Kunst und Kultur erleben, die sich zum Wahlergebnis äußerte und größtenteils in den Tenor der Politik-Schelte einstimmte. Auffallend war, was häufig im Zusammenhang mit Politnörglern auffällt: Sie offenbarten eine frappierende Unkenntnis über die politischen Verhältnisse in Deutschland.</p>
<p>Sehr deutlich wurde das, weil ein anwesender Journalist als Einziger imstande war, ernst zu nehmende Redebeiträge zum Thema abzugeben, wodurch die stellenweise fast schon peinlichen Äußerungen sowohl der übrigen Gäste als auch des Moderators besonders enttarnt wurden. Und das, obwohl fast alle Beteiligten einen akademischen Hintergrund haben – somit also nicht neu-deutsch als &#8222;bildungsfern&#8220; bezeichnet werden können.</p>
<p><strong>Vor der Komplexität kapituliert</strong></p>
<p>Dass Politik ein kompliziertes Fach ist, bestreitet kaum jemand. Es gibt auch keine Wissensnachweise, die man für politische Teilhabe (also die Wahlberechtigung) erbringen muss &#8211; auch wenn sich das mancher insgeheim wünschen mag. Doch wie kommen Menschen, die sich offenbar kaum für die politischen Angelegenheiten ihres Landes interessieren ungeachtet dessen zu einer derart klaren Ablehnungshaltung? (&#8222;Die wollen sich doch nur ihre Macht erhalten!&#8220;)</p>
<p>Optimistisch betrachtet ließe sich die einstudierte Blockadehaltung des Wählers als Mode deuten, wobei eine Mode im Allgemeinen dazu neigt, sich schnell zu überleben. Vielmehr scheint der Bürger angesichts der Komplexität von Politik schon seit langem kapituliert und sich in eine Dauerfrustration zurückgezogen zu haben, die sich wiederum im generellen &#8222;Dagegen&#8220; äußert. Nicht umsonst wird immer wieder moniert, die Parteien ließen sich kaum mehr voneinander unterscheiden.</p>
<p><strong>An Aussagelosigkeit kaum zu überbieten</strong></p>
<p>Was muss also getan werden? Die Bürger wollen einfache Antworten haben, auch wenn die wichtigen Themen alles andere als das sind. Die Parteien müssen sich damit abfinden, dass der Wähler sich nicht von selbst um das nötige Hintergrundwissen zu einer differenzierten und diskussionsfähigen Meinung bemühen wird. Das hat er noch nie getan.</p>
<p>Die Politik muss lernen, ihre Botschaften wieder publikumswirksam aufzubereiten (freilich ohne  die Schwelle zum Populismus zu überschreiten). Dabei sollten Inhalte nicht ausgespart werden &#8211; &#8222;Parolen&#8220; wie &#8222;Deutschland kann es besser&#8220; oder &#8222;Unser Land kann mehr&#8220; sind an Aussage- und Profillosigkeit kaum zu überbieten.</p>
<p>Die Parteien sind gut beraten, wenn sie ihre Außendarstellung künftig weniger PR-gerecht, dafür inhaltsschwerer gestalten würden. Auch wenn der 0815-Bürger auf einem Wahlplakat keine wissenschaftliche Abhandlung lesen möchte, so hätte er doch gerne gewusst, welche Ziele eine Partei konkret verfolgt – ohne die abgedroschenen Vokabeln, die alles und nichts bedeuten. &#8222;Wir haben die Kraft&#8220; heißt nicht viel mehr als &#8222;heiter bis wolkig&#8220;.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/cornicious.wordpress.com/97/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/cornicious.wordpress.com/97/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/cornicious.wordpress.com/97/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/cornicious.wordpress.com/97/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/cornicious.wordpress.com/97/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/cornicious.wordpress.com/97/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/cornicious.wordpress.com/97/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/cornicious.wordpress.com/97/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/cornicious.wordpress.com/97/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/cornicious.wordpress.com/97/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/cornicious.wordpress.com/97/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/cornicious.wordpress.com/97/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/cornicious.wordpress.com/97/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/cornicious.wordpress.com/97/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=cornicious.wordpress.com&amp;blog=6520033&amp;post=97&amp;subd=cornicious&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://cornicious.wordpress.com/2009/09/29/deutschland-kann-es-besser-was-denn-genau/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
	
		<media:content url="http://1.gravatar.com/avatar/dd7fd9489c23e5663fdf0f6344c63e52?s=96&#38;d=identicon&#38;r=G" medium="image">
			<media:title type="html">cornicious</media:title>
		</media:content>

		<media:content url="http://www.regierenkapieren.de/Webs/KW/Content/DE/Artikel/2009/07-09/Bilder/bundesadler-bundestag,property=poster.jpg" medium="image">
			<media:title type="html">Bundesadler</media:title>
		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Good morning, Kabul!</title>
		<link>http://cornicious.wordpress.com/2009/09/10/good-morning-kabul/</link>
		<comments>http://cornicious.wordpress.com/2009/09/10/good-morning-kabul/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 10 Sep 2009 21:30:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>cornicious</dc:creator>
				<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Bundeswehr]]></category>
		<category><![CDATA[ISAF]]></category>
		<category><![CDATA[NATO]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://cornicious.wordpress.com/?p=79</guid>
		<description><![CDATA[Zwei entführte Tanklastzüge, ein Bombenabwurf, mehr als 50 Tote. Und Schelte von allen Seiten. So lautet die Bilanz des bisher umstrittensten Bundeswehreinsatzes in Afghanistan. Und dabei wollte man doch nur helfen&#8230;. Nun rächen sich gleich mehrere Fehlentscheidungen, die man in bewährter deutscher Routine ausgesessen hat: zunächst war da das Verbreiten des PR-Märchens vom Hilfseinsatz. Selbst [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=cornicious.wordpress.com&amp;blog=6520033&amp;post=79&amp;subd=cornicious&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Zwei entführte Tanklastzüge, ein Bombenabwurf, mehr als 50 Tote. Und Schelte von allen Seiten. So lautet die Bilanz des bisher umstrittensten Bundeswehreinsatzes in Afghanistan. Und dabei wollte man doch nur helfen&#8230;.</strong></p>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 694px"><img title="Bundeswehr" src="http://www.taz.de/uploads/hp_taz_img/xl/afghanistan2_b.jpg" alt="Quelle:www.taz.de" width="684" height="342" /><p class="wp-caption-text">Quelle:www.taz.de</p></div>
<p><span id="more-79"></span>Nun rächen sich gleich mehrere Fehlentscheidungen, die man in bewährter deutscher Routine ausgesessen hat: zunächst war da das Verbreiten des PR-Märchens vom Hilfseinsatz. Selbst der realitätsfernste Ostermarschierer kann angesichts der sich in den letzten Jahren dramatisch verschlechterten Sicherheitslage in Afghanistan nicht mehr von einer Hilfsmission der Streitkräfte sprechen. So hartnäckig sich deutsche Kampf-Pazifisten das auch einreden mögen.</p>
<p>Immer wieder wurde mit allen Mitteln versucht, die deutschen Soldaten als Entwicklungshelfer in Uniform zu stilisieren. Am liebsten hätte man sie nur beim Brunnenbau oder beim Verteilen von Teddybären gefilmt. Als ob das Land, in dem sie stationiert sind, einfach nur Opfer ungünstiger Wirtschaftslagen oder Ernteausfälle wäre! Lange wurde angemahnt, den Afghanistan-Einsatz endlich als das darzustellen, was er ist: ein Krieg.</p>
<p><strong>Die Arroganz deutscher Bürger bedienen</strong></p>
<p>Doch: Ein Krieg mit aktiver deutscher Beteiligung? Und das sogar auf fremdem Boden? Wollten wir nicht auf immer davon lassen? Es scheint, als schere sich die internationale Sicherheitsarchitektur nicht um deutsche Geschichtsbewältigung. Vielmehr reagiert die Staatengemeinschaft schon seit geraumer Zeit mit Unverständnis, gar Genervtheit auf hiesige Bedenken. Offensichtlich hat sich die Bundesrepublik so sehr in die Verarbeitung des vergangenen Jahrhunderts vertieft, dass sie den Einzug einer neuen Weltordnung gar nicht mitbekommt. Eine Ordnung, in der sie eine tragende Rolle spielt &#8211; voe allem auch bein Theme Sicherheit.</p>
<p>Dann war da diese unglaubliche Blauäugigkeit, mit der man die Arroganz deutscher Bürger zu bedienen suchte: während sich die Angelsachsen und andere Nationen mit ihrer vermeintlichen Kriegstreiberei und den in letzter Zeit viel zitierten &#8222;imperialistischen&#8220; Umtrieben in den grenznahen Regionen zu Pakistan aufrieben, machte eine allzugern so wahrgenommene deutsche &#8222;Friedensarmee&#8220; lange alles richtig, indem sie &#8222;die Herzen der Menschen&#8220; eroberte. Diese Taktik schien zu greifen. Während Briten und Amerikaner einen Toten nach dem anderen zu betrauern hatten, blieb es im deutschen Sektor relativ ruhig.</p>
<p><strong>&#8222;Krieg&#8220; als Synonym für &#8222;Zivilaufbau&#8220;?</strong></p>
<p>Doch mit dem Wiedererstarken der Taliban haben sich die Verhältnisse nun geändert. Immer häufiger geraten deutsche Soldaten in Schießereien, immer öfter sind sie Ziel von Anschlägen, immer schwerer wird es, das Wort &#8222;Krieg&#8220; zu vermeiden. Und nun auch noch ein Einsatz, der Tote forderte. Sogar Zivilisten, wird behauptet. Und das in deutscher Initiative!</p>
<p>Es scheint als müsse man sich erst mühsam daran erinnern, dass &#8222;Krieg&#8220; nicht ein Synonym für &#8222;Zivilaufbau&#8220; oder &#8222;Kulturaustausch unter Freunden&#8220; ist. Angesichts der laufenden Diskussion lässt sich schwer glauben, dass die Bundeswehr der Herausforderung Afghanistan gewachsen ist. Nicht aus militärischem Unvermögen, sondern weil die Deutschen es seit Jahrzehnten gewohnt sind, die Sicherheitsfragen den USA zu überlassen. Die kann man ja dann bequem kritisieren &#8211; ein Luxus, auf den sich offenbar nur schwer verzichten lässt.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/cornicious.wordpress.com/79/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/cornicious.wordpress.com/79/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/cornicious.wordpress.com/79/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/cornicious.wordpress.com/79/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/cornicious.wordpress.com/79/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/cornicious.wordpress.com/79/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/cornicious.wordpress.com/79/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/cornicious.wordpress.com/79/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/cornicious.wordpress.com/79/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/cornicious.wordpress.com/79/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/cornicious.wordpress.com/79/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/cornicious.wordpress.com/79/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/cornicious.wordpress.com/79/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/cornicious.wordpress.com/79/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=cornicious.wordpress.com&amp;blog=6520033&amp;post=79&amp;subd=cornicious&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://cornicious.wordpress.com/2009/09/10/good-morning-kabul/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
	
		<media:content url="http://1.gravatar.com/avatar/dd7fd9489c23e5663fdf0f6344c63e52?s=96&#38;d=identicon&#38;r=G" medium="image">
			<media:title type="html">cornicious</media:title>
		</media:content>

		<media:content url="http://www.taz.de/uploads/hp_taz_img/xl/afghanistan2_b.jpg" medium="image">
			<media:title type="html">Bundeswehr</media:title>
		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Das nennt man Spitzenjournalismus!</title>
		<link>http://cornicious.wordpress.com/2009/06/30/das-nennt-man-spitzenjournalismus/</link>
		<comments>http://cornicious.wordpress.com/2009/06/30/das-nennt-man-spitzenjournalismus/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 30 Jun 2009 15:56:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>cornicious</dc:creator>
				<category><![CDATA[Im Kino]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Filmkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Russell Crowe]]></category>
		<category><![CDATA[State Of Play]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://cornicious.wordpress.com/?p=61</guid>
		<description><![CDATA[In seiner jüngsten Hauptrolle deckt Russell Crowe (Galdiator, A Beautiful Mind) als Starreporter Cal McAffrey ein politisches Komplott auf &#8211; und verteidigt ruhmreich den traditionellen Zeitungsjournalismus. State Of Play, 127 min. Cal McAffrey (Russell Crowe), ein alter Reporter-Haudegen des Washington Globe, hat gleich zwei Mordfällen nachzugehen.  In bewährter Routine nimmt er die Recherche auf. Neu [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=cornicious.wordpress.com&amp;blog=6520033&amp;post=61&amp;subd=cornicious&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>In seiner jüngsten Hauptrolle deckt Russell Crowe (Galdiator, A Beautiful Mind) als Starreporter Cal McAffrey ein politisches Komplott auf &#8211; und verteidigt ruhmreich den traditionellen Zeitungsjournalismus. <em>State Of Play, 127 min.</em></strong></p>
<div class="wp-caption alignleft" style="width: 246px"><a href="www.filmstarts.de"><img src="http://thumbs.filmstarts.de/image/StateOfPlay_poster_01.jpg" alt="Quelle: www.filmstarts.de" width="236" height="349" /></a><p class="wp-caption-text">Quelle: www.filmstarts.de</p></div>
<p><em> </em><span id="more-61"></span></p>
<p style="text-align:justify;">
<p style="text-align:justify;">Cal McAffrey (Russell Crowe), ein alter Reporter-Haudegen des Washington Globe, hat gleich zwei Mordfällen nachzugehen.  In bewährter Routine nimmt er die Recherche auf. Neu ist nur, dass ihm seine scharfzüngige Chefredakteurin Cameron Lynne (Helen Mirren) die blutjunge Bloggerin Della Frye (Rachel McAdams) aus der Online-Redaktion aufs Auge drückt.  Mit einigen Anfangsschwierigkeiten kommt das ungleiche Paar einem milliardenschweren Komplott auf die Spur, das sich um eine Sicherheitsfirma rankt, mit der die US-Regierung ihr Kriegsmonopol ‚outsourcen‘ will. Allerdings ist Cals bester Freund, der politische Hoffnungsträger Stephen Collins (Ben Affleck), auch in die Sache verwickelt: eines der Mordopfer war dessen Mitarbeiterin und Geliebte. Cal gerät zunehmend in den Konflikt zwischen Objektivität und Loyalität. Zudem haben die Attentäter auch ihn längst im Visier.</p>
<p style="text-align:justify;">
<p style="text-align:justify;">Der kurzweilige Streifen kommt daher wie ein solider, aber nicht besonders origineller Polit-Thriller und hält diesen Eindruck bis zum Abspann auch konsequent aufrecht. Der Auftragsmörder ist nicht zu schaurig dargestellt, die Hintermänner der fragwürdigen Sicherheitsfirma erfüllen gängige Erwartungen, die Nerds aus der Zeitungsredaktion erfüllen funktionsgerecht die dramaturgische Notwendigkeit der komischen Nebenrolle. Was also, außer einem Abend, mit dem man nichts anzufangen weiß, sollte dazu motivieren, diesen Film zu schauen? Es ist der Aktualitätsbezug! Nicht, dass ein Polit-Thriller aus der Sicht eines Zeitungsreporters etwas Neues sei, der Hintergrund des aufzudeckenden Komplotts freilich ist es: die Privatisierung des Krieges, die auch hierzulande in der Öffentlichkeit diskutiert wird. Anlass dazu gaben in den vergangenen Jahren die Zwischenfälle im Irak um die Firma Blackwater Worldwide. <em>State Of Play</em> versucht nicht, das Thema komplex zu durchdringen. Das wäre von einem Unterhaltungsfilm auch zu viel verlangt. Sein Verdienst ist es aber, die Aufmerksamkeit des Publikums darauf zu lenken – und das ohne zu langweilen.</p>
<p style="text-align:justify;">
<p style="text-align:justify;">Ganz nebenbei wird der Zuschauer Zeuge das harten Kampfes, den der Printjournalismus im Zeitalter von Blogs und Twitter ums nackte Überleben führt. Hier wirbt die Story für die Ehrlichkeit und den Charme des Althergebrachten, personifiziert durch den etwas abgeblätterten, aber sympathischen Cal. Er mag altmodische Musik hören, gerne mal einen heben und gelegentlich auch durch eigenwillige Umgangsformen auffallen, seine Authentizität und sein journalistisches Gespür sind ungeschlagen. In Zeiten, da der einzelne in der ungeheuren Flut medialer Redseligkeit zu versinken droht, wirkt die Figur Cal McAffrey wie ein Aufruf zur Rückbesinnung auf das Prinzip <em>Qualität vor Quantität</em> oder in wahlkampfdeutsch: mehr netto vom brutto.</p>
<p style="text-align:justify;">
<p style="text-align:justify;">Angenehmerweise erhört der Film seinen eigenen Appell und verschont den Betrachter mit  übertriebenen Action-Szenen oder Computerbildern. Gerade der Verzicht auf solche Mittel erzeugt Realitätsnähe und macht das gezeigte erlebbar. Die fast völlige Aussparung bzw. sehr dezente Darstellung von Gewalt stellt das eigentlich wichtige – die Geschichte – in den Vordergrund und verleiht dem Film so eine Eleganz, die ihn seinerseits fast wie einen Oldie wirken lässt. Umso authentischer vervollständigt diese Enthaltsamkeit das rundum harmonische, wenngleich nicht außergewöhnliche Werk. Vielleicht ist gerade die bescheidene Haltung, nicht der Knaller des Jahres sein zu wollen, das Besondere an diesem Streifen. <em>State of Play</em> – sehenswert!</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/cornicious.wordpress.com/61/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/cornicious.wordpress.com/61/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/cornicious.wordpress.com/61/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/cornicious.wordpress.com/61/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/cornicious.wordpress.com/61/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/cornicious.wordpress.com/61/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/cornicious.wordpress.com/61/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/cornicious.wordpress.com/61/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/cornicious.wordpress.com/61/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/cornicious.wordpress.com/61/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/cornicious.wordpress.com/61/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/cornicious.wordpress.com/61/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/cornicious.wordpress.com/61/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/cornicious.wordpress.com/61/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=cornicious.wordpress.com&amp;blog=6520033&amp;post=61&amp;subd=cornicious&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://cornicious.wordpress.com/2009/06/30/das-nennt-man-spitzenjournalismus/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
	
		<media:content url="http://1.gravatar.com/avatar/dd7fd9489c23e5663fdf0f6344c63e52?s=96&#38;d=identicon&#38;r=G" medium="image">
			<media:title type="html">cornicious</media:title>
		</media:content>

		<media:content url="http://thumbs.filmstarts.de/image/StateOfPlay_poster_01.jpg" medium="image">
			<media:title type="html">Quelle: www.filmstarts.de</media:title>
		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>30 Jahre Islamische Republik – alles Gute!</title>
		<link>http://cornicious.wordpress.com/2009/06/19/30-jahre-islamische-republik-%e2%80%93-alles-guteda/</link>
		<comments>http://cornicious.wordpress.com/2009/06/19/30-jahre-islamische-republik-%e2%80%93-alles-guteda/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 19 Jun 2009 00:46:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>cornicious</dc:creator>
				<category><![CDATA[Iran]]></category>
		<category><![CDATA[Naher Osten]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Aufstand]]></category>
		<category><![CDATA[Persien]]></category>
		<category><![CDATA[Teheran]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://cornicious.wordpress.com/?p=40</guid>
		<description><![CDATA[Endlich ist es soweit! 30 Jahre lang haben wir auf diesen Moment gewartet. Das unterdrückerische Regime entfesselter islamischer Altmänner-Kleinbürgerlichkeit in Teheran verspricht zu fallen. So sehr dieser Gedanke hiesige Fernsehzuschauer und Sicherheitsstrategen umtreiben mag, die Lage bleibt ungewiss. Seit Tagen zwar dauern die Proteste in den großen Städten des Iran schon an, doch keiner weiß, [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=cornicious.wordpress.com&amp;blog=6520033&amp;post=40&amp;subd=cornicious&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Endlich ist es soweit! 30 Jahre lang haben wir auf diesen Moment gewartet. Das unterdrückerische Regime entfesselter islamischer Altmänner-Kleinbürgerlichkeit in Teheran verspricht zu fallen. </strong></p>
<p><img class="size-medium wp-image-43 alignleft" title="Löwe vs Wappen" src="http://cornicious.files.wordpress.com/2009/06/lowe-vs-wappen.jpg?w=207&#038;h=210" alt="Löwe vs Wappen" width="207" height="210" /></p>
<p><span id="more-40"></span></p>
<p>So sehr dieser Gedanke hiesige Fernsehzuschauer und Sicherheitsstrategen umtreiben mag, die Lage bleibt ungewiss. Seit Tagen zwar dauern die Proteste in den großen Städten des Iran schon an, doch keiner weiß, was am Ende steht. Kann man den Persern denn guten Gewissens eine neue Revolution an den Hals wünschen?</p>
<p>Was bedeutet denn so eine Revolution? Erst mal Tote, viele Tote und ein ungewisser Ausgang. Denn wer sagt eigentlich, dass das Lager der Reformer, mit denen wir uns hierzulande so gerne solidarisieren, das Rennen machen würde? Diese Variante wäre – so auch Prof. Dr. Volker Perthes, Direktor des <em>Deutschen Instituts für Internationale Politik und Sicherheit</em> kürzlich in einem ZDF-Interview – äußerst unwahrscheinlich. Es ist nicht anzunehmen, dass im Zuge einer politischen Neuordnung der Iran auch eine Neuauflage des Erfolgsmodells Bundesrepublik würde, um fortan treu an der Seite westlicher Bündnispartner Stabilität im Nahen Osten zu fördern. Zu oft sind die Iraner in der Vergangenheit Opfer westlicher, vorwiegend angelsächsischer Interventionspolitik geworden. Selbst im Falle einer samtenen Revolution wäre das Misstrauen gegenüber ausländischen Mächten verständlicherweise wohl auch weiterhin eine bestimmende Größe in der iranischen Außenpolitik.</p>
<p>Natürlich ist das verknöcherte Mullah-Regime in Teheran aus abendländisch aufgeklärter Sicht indiskutabel. Und es wäre ein Traum, wenn sich die Perser bald möglichst in das kleine Grüppchen der Staaten einreihen würden, die auf Demokratie und Rechtstaatlichkeit setzen. Dennoch: eine unblutige Veränderung ist die beste Alternative. Das Land verfügt nämlich trotz seines diktatorischen Regimes durchaus über gewisse demokratische Strukturen, die es in einem grundlegenden Reformprozess von der Willkür der Mullahs befreien und rechtstaatlich untermauern könnte.</p>
<p>Wenn die Proteste nun verhallen sollten und Ruhe einkehrte auf den Straßen Teherans, Isfahans und Shiraz’s , wird nichts mehr so sein wie zuvor. Sogar der senilste aller Revolutionswächter sollte spätestens jetzt bemerkt haben, dass das System dringend reformbedürftig ist. Was sich hier entlädt, ist nicht der Ärger über eine verlorene Wahl, sondern ein über Jahrzehnte angestauter Frust. Insofern ist es durchaus eine berechtigte Frage, ob der amtierende Präsident die Wahl nicht auch ohne grobe Schummelei gewonnen haben könnte – selbst wenn er in weiten Teilen der Welt schlicht als Kotzbrocken wahrgenommen wird.</p>
<p>Es bleibt abzuwarten, welchen Weg Irans geistlicher Führer, Seyyed Ali Chamene’i, einschlagen wird. Mit der versuchten absoluten Nachrichtensperre reagierte das System bisher in gewohnter Manier – wie man es unter gleichen Umständen auch von China oder Russland erwarten darf. Es sollte niemanden überraschen, dass der iranischen Führungselite nicht an einer positiven Außenwirkung gelegen ist – das hat sie in vier Jahren Ahmadinedschad eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Man kann nur hoffen, dass die Scharfmacher beider Lager keine weitere Eskalation befördern und es bei den offiziell bestätigten sieben Toten bleibt. Eine Revolution oder gar ein Bürgerkrieg würde den gebeutelten Nahen Osten noch tiefer als bisher ins Chaos stürzen und einen liberalen und weltoffenen Iran in sehr weite Ferne rücken.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/cornicious.wordpress.com/40/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/cornicious.wordpress.com/40/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/cornicious.wordpress.com/40/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/cornicious.wordpress.com/40/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/cornicious.wordpress.com/40/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/cornicious.wordpress.com/40/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/cornicious.wordpress.com/40/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/cornicious.wordpress.com/40/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/cornicious.wordpress.com/40/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/cornicious.wordpress.com/40/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/cornicious.wordpress.com/40/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/cornicious.wordpress.com/40/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/cornicious.wordpress.com/40/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/cornicious.wordpress.com/40/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=cornicious.wordpress.com&amp;blog=6520033&amp;post=40&amp;subd=cornicious&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://cornicious.wordpress.com/2009/06/19/30-jahre-islamische-republik-%e2%80%93-alles-guteda/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
	
		<media:content url="http://1.gravatar.com/avatar/dd7fd9489c23e5663fdf0f6344c63e52?s=96&#38;d=identicon&#38;r=G" medium="image">
			<media:title type="html">cornicious</media:title>
		</media:content>

		<media:content url="http://cornicious.files.wordpress.com/2009/06/lowe-vs-wappen.jpg?w=295" medium="image">
			<media:title type="html">Löwe vs Wappen</media:title>
		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Nur Kondome im Kopf?</title>
		<link>http://cornicious.wordpress.com/2009/03/20/nur-kondome-im-kopf/</link>
		<comments>http://cornicious.wordpress.com/2009/03/20/nur-kondome-im-kopf/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 20 Mar 2009 16:30:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>cornicious</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kirche]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://cornicious.wordpress.com/?p=21</guid>
		<description><![CDATA[Der Papst besucht Afrika. Und statt dass er die Gelegenheit zu positiver PR nutzt, manövriert er sich mit seiner ablehnenden Haltung gegenüber dem Gebrauch von Kondomen wieder ins Zentrum öffentlicher Kritik. Und das mit Recht! Wer der Kirche jetzt in übersteigerter Empörung den Rücken zukehrt – sofern er nicht ohnehin im Februar sein Austrittsgesuch eingereicht [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=cornicious.wordpress.com&amp;blog=6520033&amp;post=21&amp;subd=cornicious&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Papst besucht Afrika. Und statt dass er die Gelegenheit zu positiver PR nutzt, manövriert er sich mit seiner ablehnenden Haltung gegenüber dem Gebrauch von Kondomen wieder ins Zentrum öffentlicher Kritik. Und das mit Recht! </strong></p>
<p><img class="alignleft size-medium wp-image-31" title="2009-03-19-papst6" src="http://cornicious.files.wordpress.com/2009/03/2009-03-19-papst6.jpg?w=226&#038;h=300" alt="2009-03-19-papst6" width="226" height="300" /></p>
<p><span id="more-21"></span></p>
<p>Wer der Kirche jetzt in übersteigerter Empörung den Rücken zukehrt – sofern er nicht ohnehin im Februar sein Austrittsgesuch eingereicht hat –, der hat den Katholizismus entweder bis heute für einen trachtenbehangenen Männerchor gehalten oder ist einfach nur entsetzlich naiv. Dass der Vorwurf der Weltfremdheit gegen eine geistliche –und damit eben nicht weltliche – Führungsfigur gerichtet wird, entspricht in seiner Logik etwa der Kritik gegenüber einem Sumo-Ringer, er neige zu Dickleibigkeit.</p>
<p>Tatsächlich ist es nicht die Aufgabe eines religiösen Führers, pragmatische Entscheidungen hinsichtlich der Äußerung von Lob oder Kritik zu treffen, um im Ergebnis einen Steuerungseffekt zu erzielen. Dies kann allenfalls ein politisches Anliegen sein. Was der katholischen Kirche in ihrem zweitausend-jährigen Bestehen durchgehend zugrunde lag, war die Formulierung von Werten und Idealen, die natürlich kompromisslos, dogmatisch und ohne Einschränkung daherkommen. Nur so konnte die Kirche ihre Glaubwürdigkeit über so lange Zeit aufrechterhalten und moralische Orientierung denen bieten, die an sie glauben.</p>
<p>Man mag von den Normen des Vatikans halten was man will. Solange es sich frei entscheiden lässt, ob man ihnen Beachtung schenken will oder nicht, bleibt die päpstliche Dogmatik in ihrer Kompromisslosigkeit ein vielleicht starres,  durchaus aber legitimes Gedanken-Konstrukt. Auch wenn es als wünschenswert, da menschlich, erschiene, wenn der Papst die Schwächen seiner Schäfchen mit einem väterlichen Nicken hinnähme, so bleibt der kirchliche Segen zur Verhütung ein Ding der Unmöglichkeit. Der Pontifex beharrt auf seinen Positionen, da sie Orientierung über richtig und falsch im kirchlichen Sinne geben. Und warum soll auch, was gestern falsch war, heute richtig sein, nur weil sich niemand um ein Verbot schert?</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/cornicious.wordpress.com/21/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/cornicious.wordpress.com/21/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/cornicious.wordpress.com/21/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/cornicious.wordpress.com/21/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/cornicious.wordpress.com/21/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/cornicious.wordpress.com/21/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/cornicious.wordpress.com/21/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/cornicious.wordpress.com/21/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/cornicious.wordpress.com/21/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/cornicious.wordpress.com/21/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/cornicious.wordpress.com/21/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/cornicious.wordpress.com/21/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/cornicious.wordpress.com/21/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/cornicious.wordpress.com/21/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=cornicious.wordpress.com&amp;blog=6520033&amp;post=21&amp;subd=cornicious&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://cornicious.wordpress.com/2009/03/20/nur-kondome-im-kopf/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
	
		<media:content url="http://1.gravatar.com/avatar/dd7fd9489c23e5663fdf0f6344c63e52?s=96&#38;d=identicon&#38;r=G" medium="image">
			<media:title type="html">cornicious</media:title>
		</media:content>

		<media:content url="http://cornicious.files.wordpress.com/2009/03/2009-03-19-papst6.jpg?w=226" medium="image">
			<media:title type="html">2009-03-19-papst6</media:title>
		</media:content>
	</item>
	</channel>
</rss>
